Hilfe zu Zeitplanung 1: Offene Aktivitäten

Wenn Sie gerade den Themenartikel Zeitplanung 1: Vorbereitungen durcharbeiten, stoßen Sie auf die Bitte, Ihre offenen Aktivitäten und Ideen zu sammeln.

Folgende Hinweise können Ihnen dabei helfen, wirklich alle offenen Punkte einzusammeln.

Warum überhaupt?

Beim Sammeln aller offenen Punkte geht es darum, dass Sie eine Übersicht darüber bekommen, was momentan in Ihrem Kopf alles herumschwimmt und was durch eine aufzubauende Planung alles organisiert und in eine vernünftige Reihenfolge gebracht werden soll. Da erfahrungsgemäß die Erinnerung an viele offene Aufgaben nur Schritt für Schritt aufkommt, habe ich Ihnen bereits den Tipp gegeben, ein Notizbuch inklusive Stift mit sich zu führen – damit Sie eben einsatzbereit sind, wenn etwas Neues auftaucht.

Assoziationen

Unser Gehirn funktioniert sehr gut, wenn wir mit Assoziationen arbeiten können. Das heißt mit Verbindungen zu konkreten Erinnerungen – wenn Sie ein Auto sehen, denken Sie vielleicht eher daran, dass Sie den Ölstand prüfen wollen. Oder wenn Sie im Garten sitzen, sehen Sie das Gemüsebeet, dass Sie schon lange überdachen wollten. Sie denken aber vermutlich genau dann nicht daran, wenn Sie gerade in der Nähe des Gartencenters sind oder an einer Tankstelle vorbeifahren.

Deshalb bietet ich Ihnen hier ein paar Stichworte, die Sie dazu anregen sollen, Ihre offenen Punkte einzusammeln:

  • Zusagen gegenüber Ihren Kindern, Ihrem Partner/Ihrer Partnerin
  • Geplante Events in Ihrem Sportverein
  • Themen, die Sie beim nächsten Mal mit Ihrem Vorgesetzten angehen wollen
  • Die Tupper-Schüsseln Ihrer Schwiergermutter zurückgeben
  • Gummidichtungen an der Haustür ersetzen
  • Ihre Buchidee weiter verfolgen
  • Reise nach Australien planen
  • Haushaltsbuch führen
  • Festplatte Ihres Computers entrümpeln
  • Bücher im Wohnzimmer nach Themen sortieren
  • Keller nach verkaufbaren Artikeln durchforsten
  • Sperrmülltermin machen
  • Ihre „Ablage“ (also den Stapel auf dem Schreibtisch) abbauen
  • Beim nächsten Ikeabesuch Bilderrahmen kaufen
  • Werkzeug einsammeln und in den (momentan leeren) Werkzeugkoffer packen
  • Flur streichen
  • Schlafzimmerschrank von uralter Kleidung befreien
  • Romantisches Wochenende vorbereiten
  • Geschenke zu Weihnachten überlegen

Denken Sie bei jedem der genannten Hinweise immer etwas über die hier genannte wörtliche Formulierung hinaus. Vielleicht fallen Ihnen dann ein paar weitere offene Aktivitäten ein.

Rundgang

Schnappen Sie sich Ihr Notizbuch und gehen Sie systematisch jeden Raum Ihrer Wohnung, jeden Schrank, jede Schublade, jeden Karton und so weiter ab und notieren Sie einfach alles, was Sie an möglicher „Arbeit“ finden.

Keine Angst – es geht erst mal nicht darum, dass Sie alles sofort tun müssen. Wir wollen erst einmal nur eine Übersicht bekommen, was theoretisch alles zu tun wäre. Die Entscheidung, was genau Sie später mit Ihrer Aufgabensammlung tun werden, treffen Sie später. Also haben Sie keine Hemmungen.

Ist Ihnen aufgefallen, daß

  • die Besteckschublade schon längst mal wieder geputzt hätte werden sollen?
  • die Zeitschriften in der Schublade unterm Wohnzimmertisch schon ein halbes Jahr nicht mehr aktuell sind?
  • der Karton im Keller im hintersten Raum eigentlich nur Müll enthält?
  • im Büro die Schreibtischschublade einige kaputte Geräte beherbergt?
  • die ehemals lebendige Blume im Flur nur noch Staubfänger ist?
  • die Altpapiersammlung im „Archivraum“ manchen Schreibwarenhändler neidisch machen würde?
  • die Karte mit den Verbrauchsinformationen bald an die Stadtwerke geschickt werden muss?
  • der Geburtstagskalender am Kühlschrank nicht alle Bekannte auflistet?
  • Sie keine Dübel mehr haben?
  • die Couch durchgesessen ist und Sie für eine neue sparen wollen?
  • einige Backzutaten bald ablaufen werden?
  • der Briefkasten immer noch geölt werden muss?

Beginnen Sie diesen Rundgang mit einem Raum – und beenden Sie zumindest diesen einen Raum auch. Unterbrechen Sie Ihren Rundgang nicht innerhalb eines Raumes. Wenn Sie dann völlig erschöpft sind, gönnen Sie sich ein oder zwei Tage Pause und beginnen beim nächsten Rundgang mit dem nächsten Raum. Sie haben genug Zeit. Wichtig alleine ist, dass Sie hier möglichst vollständig sind und nicht schon jetzt Dinge nicht notieren, weil Sie „eh gestrichen werden“.

Bemerkung

Sie können natürlich Ihr Umfeld mit in diese Sammlung einbeziehen. Machen Sie sich doch einen Spaß daraus – und geben Sie nicht genervt auf, wenn Sie nicht so schnell schreiben können, wie die neuen Punkte dazukommen. Bitten Sie einfach um das Einhalten Ihrer Geschwindigkeit.

In meiner ersten Sammlungsaktion dieser Art habe ich genau 263 offene Punkte gefunden. Den Großteil hatte ich nach 3 oder 4 Tagen zusammen – ein paar tröpfelten noch nach.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.