Papier fühlt sich so gut an

Die letzten zwei Monate oder so habe ich alle meine Aufgaben und Termine mit eine Kombination von iPhone und iPad „koordiniert“ – bin jetzt aber wieder auf Papier umgestiegen.

Der Hauptgrund ist simpel: meine Aufgabenlisten sind zu einem Teil zu Gräbern verkommen, weil ich zwar lustig die Aufgabenlisten vollgestopft habe, aber das Umsetzen, wie in diesem Artikel von letzter Woche beschrieben, nur dann wirklich funktioniert hat, wenn ich mir (recht beliebige) Deadlines gesetzt habe. Und ich hatte die Faxen dicke von 15 Piep-Signalen am Tag, die sowieso nur zu einem geführt haben: Resistenz gegen Erinnerungen. Und das Hetzen von dringend zu dringend drohte.

Und es gibt noch einen weiteren Grund: Momentan steigt mein Arbeitspensum rapide an und ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich viel flotter durch meine verschiedenen Themen durch bin, wenn ich diese mit der Hand notiere. In solchen Phasen muss ich auch viele Notizen machen und das Wechseln der Anwendungen zwischen Kalender, Aufgabenliste und Journal stört dabei gewaltig. Ich brauche oft die Notizen und den Termin/die Aufgabe gleichzeitig – das geht mit dem iPad schlicht nicht ohne Umwege. Mit einem guten Planbuch geht das alles selbstverständlich und ohne Verrenkungen.

Gerade bin ich fertiggeworden mit dem Übertragen der offenen Aufgaben, Projekte und Termine in meinen Papierplaner. Jede Eintragung konnte ich richtig genießen, das Aufschlagen der Seiten, Umschlagen des Planers… es ist ein herrliches Gefühl.

Schon irgendwie merkwürdig wie das Leben so spielt 😉

4 Kommentare

  • Pingback: Papier fühlt sich so gut an | Orga dich

  • die gleichen erfahrungen mache ich auch immer wieder. leider lasse ich mich alle paar monate bis jahre dazu hinreißen, neues, wie laptop, pda, handy etc. für planung und zeitmanagement auszuprobieren. aber letztendlich finde auch in wieder und wieder zum papier zurück. allerdings bin ich auch nicht mehr bereit soviel papier mit mir rumzuschleppen. darum ist mein taschenkalender nur noch klein und leicht. da finden alle termine platz. und die aufgaben schreibe ich mir z.zt. einfach wild fortlaufend auf ein gefaltetes din a4 papier. allerdings habe ich einen super leichten pda. in dem wiederum finden alle anderen infos die ausführlicher sind per docs platz. dafür muss ich den dann aber auch nicht dringend täglich bei mir haben.
    gruß
    martina brandt

    • Danke für Ihren Kommentar. Mir einer einzigen Aufgabenliste käme ich nicht klar, weil bei mir sowohl beruflich als auch privat zu unterschiedliche Dinge anfallen und ich eine gewisse Trennung brauche (mal abgesehen von etlichen „sollte ich mal irgendwann machen“-Tätigkeiten, die weder „in 10 Jahren“ noch „nächsten Samstag“ sind und solche Dinge). Aber es ist schon ein großer Vorteil der „nicht festgelegten“ Papierplanung, dass wir eben sehr flexibel sein können.

  • Hallo, kann ich zustimmen. Im Papiertimer kann ich ständig das Layout wechseln. Auch gibt es keine App. Außer S-Diary die vernünftig Notizen Aufgaben und Termine zusammenführt. Der Spieltrieb ist beim IPad das gefährliche. Ich bin auch der Meinung, das der Timer klein sein muss und nur die wichtigsten Dinge enthalten sollte. Muss auch sagen, das eine durchgestylte Wochenplanung bei mir nie funktioniert hat. Eine fortlaufende Liste zur Todosammlung reicht eigentlich aus. Erstaunlich ist, bei wirklich wichtigen Dingen, kommt automatisch eine innere Piorität. im Kalender stelle ich fest, das zuviel Platz zum Einträgen müssen drängt. Ich sehe viele mit dem uralten Monatssichtkalender, das hat vielleicht ein einfachen Grund. Vielleicht ein Moleskine Mini dazu und das reicht. was nimmst Du?

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