Todo-Listen sind nicht Ihr Ding

Obwohl Sie wissen, was eine Todo-Liste ist und wie diese effektiv geführt wird, kommen Sie damit einfach nicht klar.

Zeitmanagement und Selbstorganisation sind Themen, die bei jedem Menschen anders funktionieren. Es gibt einen großen Fundus an verbreiteten Methoden und jeder muss sich seinen Teil heraussuchen.

Rechtshirner

Menschen, die überwiegend von ihrer rechten Gehirnhälfte dominiert werden, sagt man nach, dass sie kreativ, emotional, phantasievoll, gesellig und vieles mehr sind. Aber gleichzeitig sagt man auch, dass diese Menschen nicht mit strengen Plänen, engen Zeitvorgaben, Checklisten, zu konkret formulierten Arbeitsanweisungen und Aufgabenlisten klar kommen. Diese Menschen fühlen sich im Gegensatz zu Linkshinrern durch die klassische Zeitplanung eingeengt und nicht entlastet.

Falls Sie bei sich ähnliche festgestellt haben, probieren Sie doch mal einige der folgenden Ideen aus.

Kennen Sie Ihre Werte

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o5com bei Flickr

Wenn Sie Ihre persönlichen Wertvorstellungen schriftlich festhalten, können Sie sehr viel einfacher entscheiden, ob eine Tätigkeit in Ihre Vorstellungen hineinpasst oder nicht.

Formulieren Sie dazu eine Art „Sollzustand“, wie Ihr ideales Leben in 20 Jahren aussehen soll. Arbeiten Sie dann konsequent innerhalb dieser selbstgemachten Vorgaben.

Machen Sie weniger

Sie können die meiste Zeit sparen, wenn Sie sich schlicht weniger vornehmen. Aktivitäten, die Sie innerhalb Ihrer definierten Vorgaben nicht weiterbringen, müssen Sie konsequent abbauen.

Schreiben Sie sich eine „Nicht-Machen“-Liste. Dort notieren Sie all die Tätigkeiten, von denen Sie schon wissen, dass Sie dort gerne Zeit „verbraten“. Auch Dinge, bei denen Sie anderen fast nie „nein“ sagen können, sollten Sie auf die Liste setzen. Der Klassiker ist, dass jemand, der einen PC anschalten kann im Bekanntenkreis als „IT-Experte“ gilt und ständig aushelfen muss.

Jedes Mal, wenn Sie eine neuen Verantwortungsbereich oder länger andauernde Tätigkeit übernehmen, streichen Sie eine bestehende. Nehmen Sie keine neuen Tätigkeitsbereiche mehr an.

Ruhiger angehen

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Victor Bezrukov bei Flickr

Ich möchte Sie nicht auffordern Ihre Arbeiten in Zukunft in Zeitlupe zu verrichten oder mehr in der Kantine abzuhängen als im Büro etwas produktives zu leisten.

Aber fragen Sie sich mal, ob es immer so sinnvoll ist, wenn Sie in Hektik zu jedem Termin hetzen – oder ob es nicht sowohl für Ihren Stress-Pegel als auch für die Qualität Ihrer Arbeit besser ist, wenn Sie es ruhig angehen.

Nehmen wir das Beispiel Autofahren: Sind Sie sicher, dass es sich wirklich lohnt, wenn Sie statt ruhigen 130 stressige und anstrengende 180 fahren? Reden Sie sich auch immer noch ein, dass das „Spaß macht“?

An Menschen erinnern

Wenigen Menschen werden wohl auf dem Sterbebett sagen „Ich wünschte ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen können“. Aber einigen Menschen werden wohl bedauern, dass Sie nicht mehr Zeit mit manchen Menschen verbracht haben.

Ein riesen Vorteil von einer gut funktionierenden Zeitplanung ist, dass Sie mehr Zeit für ungeplante Dinge haben. Mit einer nicht zu strengen Planung und viel verfügbarer Zeit haben Sie Zeit für ausführlichere Gespräche, Besuche bei Freunden und Familie und das Auflösen von zwischenmenschlichen Konflikten.

Auf das Ergebnis konzentrieren

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lululemon athletica bei Flickr

Malen Sie sich bei jeder Tätigkeit mindestens vor dem inneren Auge aus, wie das ideale Ergebnis aussehen würde. Versuchen Sie sich so konkret wie möglich vorzustellen, wie es aussieht, sich anfühlt, riecht oder allgemein ankommt.

Bei größeren Aktivitäten ist es sinnvoller, wenn Sie diese Ergebnis-Vision sogar schriftlich festhalten. Auf diese Weise arbeiten Sie viel motivierter.

Machen Sie doch mal einen kleinen Test: Notieren Sie auf einer Liste Ihre Ziele der nächsten 6 Monate. Beschreiben Sie mit vielen Details, wie das erreichte Ergebnis aussehen wird. Legen Sie diesen Zettel dann weg und notieren Sie sich einen Termin in 6 Monaten, zu dem Sie diesen Zettel wieder hervorholen. Vergleichen Sie zu diesem Zeitpunkt die Vision mit der Realität. Sehen Sie, wie viele Ziele Sie wirklich erreicht haben?

Sofort tun

Der Stapel Aufgaben, den Sie vor sich herschieben, belastet Sie. Sie haben einen Berg zu bewältigen und das kann sehr demotivierend sein.

Sie können dafür sorgen, dass dieser Berg zumindest nicht weiter anwächst, wenn Sie neu hinzukommende Tätigkeiten sofort erledigen:

  • Rufen Sie sofort an
  • Schreiben Sie umgehend die Mail oder den Brief
  • Holen Sie sofort Ihr Werkzeug aus dem Keller und reparieren Sie den tropfenden Wasserhahn
  • Schnappen Sie sich Ihren Hund und gehen Sie die große Waldrunde, die Sie sich (und dem Hund) seit Wochen „versprechen“
  • Fahren Sie umgehend in die Waschstraße und saugen Sie das Auto aus

Artikelbild: I got so many things to do!!! von ViPier bei Flickr

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