Tagesmotto

Wenn Sie ein Zeitplanbuch führen, um Ihre Ziele umzusetzen und Ihre Aktivitäten zu planen, bietet sich noch eine weitere Technik an, wie Sie immer wieder den Blick auf neue und wichtige Verbesserungspotenziale richten können.

Stellen Sie jeden Tag oder jede Woche unter ein bestimmtes Motto. Nachfolgend schlage ich Ihnen einige Mottos vor und wie Sie diese Mottos anwenden können.

Die Tagesmottos

In der folgenden Auflistungen findet sich bestimmt das eine oder andere Motto, dass Sie vernünftig finden und gerne weiter verfolgen möchten. Notieren Sie sich das Thema als „Motto des Tages“ oder „Motto der Wochen“ in Ihrem Planer – damit Sie jeden Tag daran erinnert werden und so nach und nach das gewünschte erreichen.

„Aktives vergessen“ üben

Das „aktive Vergessen“ ist eine Technik aus der Verhaltenstherapie und soll den Umgang mit unangenehmem Grübeln und irrationalen Sorgen dadurch erleichtern, indem diese Gedanken durch sinnvolle und rationale Gedanken verdrängt werden.

Wie im erklärenden Artikel beschrieben kann diese Technik tagtäglich geübt werden.

Mich selbst akzeptieren

Eigentlich sogar „mich selbst lieben“ – aber das klingt als Überschrift vielleicht etwas abschreckend.

Viele kritisieren ständig an sich selbst herum. Beispielsweise „zu dick“ oder „Nase krumm“ oder „schlechte Frisur“ und so weiter.

Das ist schlussendlich selbstzerstörerisches Verhalten – wenn Sie etwas dagegen unternehmen möchten, tun Sie es. Oder akzeptieren Sie sich so wie Sie sind.

Ausgaben aufschreiben

Wenn es auch bei Ihnen vorkommt, dass Ihnen das Bargeld schneller durch die Finger rinnt als Sie bewusst wahrnehmen und gut finden – führen Sie doch mal ein paar Tage ganz bewusst eine Ausgabenliste.

Stärken bewusst machen

Die eigenen Stärken zu erkennen ist ein sich wiederholender Prozess. Denn es verlangt Ehrlichkeit, Beschäftigung mit sich selbst und Einsicht. Wenn Sie Ihre Stärken erkennen oder kennen, nehmen Sie sich eine Weile vor, sich immer wieder aktiv daran zu erinnern.

Vielleicht entwickeln Sie auch direkt ein paar Ideen, wie Sie Ihre Stärken in Zukunft aktiver einsetzen. Dann notieren Sie sich diese Ideen für die Zeit des nächsten Mottos.

Stärken aktiv einsetzen

Wenn Sie dann soweit sind und Ihre Stärken verinnerlicht haben, wird es Zeit, dass Sie Ihre Stärken auch aktiv einsetzen. „Aktiv“ heißt, dass Sie eine bewusste Entscheidung treffen, dass Sie aktiv Situationen suchen, wo Sie Ihre Stärken ausspielen können. Nicht gegen – sondern mit und für andere.

Aufrecht sitzen

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – aber gerade damit habe ich als jemand, der viel am Bildschirm arbeitet, so meine Schwierigkeiten. Abends ist der Nacken verspannt, ein dumpfer Kopfschmerz macht sich breit und nach einem besonders langen Tag fühlen Sie sich als ob Sie uralt wären und bewegen sich auch so.

Sich bewusst für eine aufrechte Sitzhaltung zu entscheiden, kann da eine sinnvolle Erinnerung sein.

Übrigens: „Aufrecht sitzen“ meint nicht statisch immer gleich. Es ist die Kurzform für „nicht auf dem Schreibtisch liegen“.

Bewusst länger hinsehen

Im Alltag begegnen uns viel wundervolle Dinge. Blumen, schöne Muster an einer Hauswand, ein Grasbüschel zwischen den Bürgersteigsteinen – wir nehmen das meistens eher nur am Rande zur Kenntnis.

Es ist eine interessante Erfahrung, den Blick mit Absicht ein wenig länger (z.B. 2 oder 3 Sekunden) auf etwas ruhen zu lassen.

Vielleicht nehmen Sie in Zukunft sogar Ihren Fotoapparat mit.

Tief ein- und ausatmen

In Stresssituationen fühlen wir manchmal eine gewisse Beklemmung oder Ausweglosigkeit.

Die lässt sich häufig gut lösen, indem wir sehr tief ein- und wieder ausatmen. Nur ein paar Züge, vielleicht mit einem kleinen Ortswechsel (Nachbarzimmer) verbunden; das entspannt.

Singletasking üben

Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Menschen völlig überfordert sind, wenn Sie mehrere Dinge gleichzeitig tun. Sie kommen zwar in jedem Gebiet voran, aber die Qualität ist deutlich schlechter und die benötigte Zeit erheblich höher.

Mal ein paar Tage jede Aufgabe (auch jede noch so kleine wie Kaffee holen oder ähnliches) ganz bewusst zu machen und nichts anderes zusätzlich zu unternehmen. Und Sie können herausfinden, ob das bei Ihnen auch so ist und ob Sie sich auch entspannter und ruhiger fühlen.

Mehr als 2 Liter trinken

Trinken ist immer gut. Versuchen Sie mal mit Absicht viel zu trinken. 2L ist mehr als Sie vielleicht glauben – aber weniger als man sich manchmal vorstellt.

Übrigens sind damit nicht 2l Kaffee gemeint. Auch wenn Kaffee nach neueren Erkenntnissen keineswegs Wasser entzieht[1. Kaffee beschleunigt nur vorübergehend den Stoffwechsel. Aber mehr „ausscheiden“, als Sie getrunken haben, werden Sie wegen Kaffee (oder schwarzem Tee) nicht] – so enthält Kaffee doch Coffein und das ist ein Aufputschmittel.

Nicht aufregen – ändern oder ignorieren

Gehen Sie in Situationen, wo Sie üblicherweise sauer werden, in sich und sagen sich beinahe laut „Du kannst es nicht ändern – also belaste dich nicht damit“. Gerade beim Autofahren eine wirkliche Herausforderung.

Lesen Sie dazu auch den Artikel „Mit Enttäuschungen besser umgehen„, wo ich detaillierter auf diese Thematik eingehe.

Standpunkt des Gegenübers einnehmen

Bei Gesprächen und Diskussionen in Gedanken den Standpunkt des Gesprächspartners einzunehmen, ist eine bekannte Technik und wird zur konstruktiven Kompromissfindung eingesetzt. Wenn wir den Standpunkt unseres Gegenübers besser verstehen, können wir auch viel besser auf seine Bedürfnisse entsprechend reagieren.

Kein Standpunkt ist grundsätzlich falsch, nur weil er nicht Ihrer ist. Und wenn Sie sich ein wenig Mühe geben, erkennen Sie vielleicht auch berechtigte andere Interessen. Übrigens: Sie müssen den Standpunkt natürlich nicht als Ihren eigenen übernehmen!

Weitere Tagesmottos

Wenn Sie gute Ideen für weitere Tagesmottos haben, schreiben Sie mir bitte!

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